BID-Seltersweg Award

 

7. Sternenfänger 2017 für Horst-Friedhelm Skib

 

BID ohne Skib?

Diese Frage lässt sich trefflich stellen. Und noch besser beantworten!

 

Wo immer wir – von der Nord- oder Ostsee bis ins tiefste Süddeutschland hinein - aufgefordert sind, zu verraten, warum die BIDs in Gießen so außergewöhnlich erfolgreich sind (der BID-Seltersweg wurde bereits vom DIHK in Berlin als beste nationale Standortgemeinschaft ausgezeichnet und darf weitere Preise sein Eigen nennen), steht in der Antwort eine Begründung immer an oberster Stelle:

„Es ist die ausgezeichnet gewachsene Zusammenarbeit zwischen der privaten Eigentümerinitiative und der Stadt Gießen“.

 

Die zeigt sich neben der außergewöhnlich guten und parteiübergreifenden Kommunikation mit der Politik besonders in der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Gießen. Der Kontakt mit den Ämtern ist bestens, konstruktiv und eng. Er ist gewachsen in all den Jahren. Natürlich beäugte man sich damals – 2005/2006. „Oh Gott, jetzt kommen ein paar besserwisserische Hauseigentümer und wollen sich in die hoheitlichen Aufgaben der Verwaltung einmischen!“ Und umgekehrt: „Ach Du liebe Zeit – PPP-Ideen mit der Verwaltung umsetzen. Wie soll das funktionieren – und bis wann?“

Bestens funktioniert´s! 

Die natürliche und anfängliche Skepsis war rasch verflogen. Diese Zusammenarbeit macht Spaß, basiert auf Vertrauen und ist beidseitig hochengagiert. Als wir 2010 den BID-Award als beste Deutsche Standortinitiative bekamen, haben wir noch aus der Preisverleihung heraus als allererstes per Mail den einzelnen Ämtern der Stadtverwaltung in Gießen gedankt.

Die Zusammenarbeit zwischen BID und Stadt ist – das sagen wir immer wieder - der Schlüssel für den Erfolg solcher Initiativen.

Und sie ist meistens der Grund, warum BID in anderen Städten „nicht in die Pötte“ kommt. Zu oft scheitert es an gegenseitigen Befindlichkeiten und mangelndem Vertrauen. Nicht in Gießen!

Und dieses Vertrauen ist von Anfang an mit einem Namen verbunden:

 

Horst Friedhelm Skib

 

Er hat die damalige Aufbruchsstimmung gespürt, angenommen, mitgestaltet und unglaublich kooperativ vorangetrieben.

Er war – wie wir – Pionier in der Sache. Bis dato gab es nur den Neuen Wall in Hamburg. Es gab keine Blaupausen. Ein politisches Experiment. Ein notwendiges Landesgesetz fehlte. Die politische Initiative von Klaus-Peter Möller aufgreifend und dem Gesetzgeber in Wiesbaden zuarbeitend, hat Horst Friedhelm Skib maßgeblich die Erfolgsgeschichte der BIDs mitgeschrieben. Schon in den Gesetzesevaluationen war und ist er einer der gefragtesten Experten der jeweiligen Landesregierung. Landauf-Landab gilt er als Botschafter und Verwaltungs-Experte für Ansinnen solcher Initiativen in anderen Bundesländern und Städten. Die Frage stellt sich für uns gar nicht, ob die Gießener BIDs ohne ihn jemals in dieser Form zustande gekommen wären. Sie ist klar beantwortet!

 

Für uns – dem BID-Seltersweg – ist er ein Partner, Koordinator, Integrator, Ratgeber und steter Wegbegleiter.

Pragmatisch! Weitsichtig! Umsichtig – und mehr mutig als vorsichtig!

Und dies stets mit einer gehörigen Portion Provokation und Ironie. Aber immer auf den Punkt!

 

Wir freuen uns, Horst-Friedhelm Skib den „Sternenfänger- Award 2017 des BID-Selterswegs“ überreichen zu dürfen und sagen von Herzen DANKE!

 

„Sternenfänger 2016/1“: Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich

für Innenstadtentwicklung, Kommunikation und die Landesgartenschau

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
liebe Frau Weigel-Greilich,

der BID-Seltersweg e.V. freut sich, Ihnen den BID-Seltersweg-Award 2016 zu überreichen. Wir tun dies, verbunden mit einem Dankeschön für das, was Sie in den vergangenen Jahren Ihrer Amtszeit zur Weiterentwicklung der Stadt Gießen - und damit auch der Innenstadt und des Selterswegs geleistet haben.

Explizit herausragend nennen wir die Landesgartenschau, die eng mit Ihrer Person verbunden bleibt, und die sich keineswegs (wie in vielen anderen Städten) als temporäre Blumenschau, sondern als greifbares Stadtentwicklungsprogramm mit Nachhaltigkeit gestaltet hat.

U.a. der Bürgerpark in der Wieseckau auf der einen Seite, die städtebauliche Entwicklung insbesondere an der Lahn auf der anderen Seite – inklusive des Rübsamen-Stegs – haben neben den städtischen Aktivitäten zu zahlreichen Eigeninitiativen und Projekten geführt, die natürlich ihre Auswirkungen auf den Einzelhandelsstandort sowie Attraktivität und Qualität der Gießener Innenstadt haben.Bürger, Vereine, Serviceclubs, die Universität, Bauherren… sind aktiv geworden, um Gießen mitzugestalten – weil die Perspektive einer lebendigen Stadt greifbar geworden ist. 

Das ist in vielen Städten, in denen heute eher Perspektivlosigkeit vorherrscht, alles andere als selbstverständlich.

Laut Institut für Handelsforschung, Köln, werden bis 2020 in Deutschland ca. 50.000 Einzelhandelsgeschäfte schließen. Wir sind überzeugt, dass die Gießener Innenstadt hier etwas entgegenzusetzen hat.

Dies liegt auch an den der Initiative der verantwortlichen Politik und einer funktionierenden Stadtverwaltung, ohne die ein Miteinander in der bisher in Gießen erlebten Form nicht möglich ist. Die offene und ehrliche Kommunikation, die konstruktive Diskussion, Gestaltungswille und der Umgang mit den Ergebnissen zeichnet dieses Miteinander aus.

Liebe Frau Weigel-Greilich, stellvertretend für Ihre Verwaltung und parteiübergreifenden politischen Partner, aber vor allem und besonders an Sie persönlich gerichtet, überreichen wir den BID-Award, der auch gleichzeitig für Offenheit, Konsequenz, Zielorientierung und stete Ansprechbarkeit steht – auch wenn zahlreiche an Sie von uns herangetragene Anregungen nicht immer- dann aber immer nachvollziehbar begründet –aufgenommen/umgesetzt werden konnten. Der Respekt für ein dickes Fell, das offensichtlich wachsen musste – man Ihnen aber auf den ersten Blick nicht ansieht – kommt hinzu.

Sie erhalten nach Klaus-Peter Möller (der das BID-Gesetz in den Hessischen Landtag eingebracht und damit 2006 die Grundlage für die BIDs in Gießen geschaffen hat), Thomas Rausch, der die Innenstadtsanierung unter Einbeziehung der BIDs umgesetzt hat), Gustav Trinkhaus und Familie Becker-Gumprecht (die als Hauseigentümer mit der Neugestaltung des Trinkhaus-Hauses und dem Neubau des Charlotte Croon-Hauses mutige Zeichen der Eigeninitiative gesetzt haben) unseren 5. BID-Seltersweg-Award.

Wir sagen Danke und wünschen von Herzen alles Gute,
Heinz-Jörg Ebert  (Vorsitzender) und Markus Pfeffer (Geschäftsführer)

 

„Sternenfänger 2015“: Familie Becker-Gumprecht

für die mutige Eigeninitiative „Charlotte-Croon-Haus“

Verleihung des Sternenfängers 2015 an Familie Becker Gumprecht

„Die Liebe zum Detail! Die Neugier an der Historie! Der Rückblick in die Kindheit! Der Bezug zum- und die Verantwortung für den Standort, an dem man lebensprägende Momente erlebt hat! Nur vier kleine Gründe – von sicherlich ganz vielen – die einen Hauseigentümer bewegen, sich mit dem „WIE“ einer Gestaltung des Elternhauses zu beschäftigen. Sicher, es gibt den ein- oder anderen, der einzig die Rendite als Investitionsgrund vor Augen hat. Das ist alles andere als verwerflich, und stets eine gute Triebfeder, wenn es zum durchdachten Erhalt des eigenen Hauses führt. Aber, wenn es der einzige ist, ist es zugegebener Maßen „wenig emotional“. An Emotionalität allerdings hat es die Familie Becker-Gumprecht nie fehlen lassen. Über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, hat allem voran Christa Becker eine Leidenschaft für das Familienprojekt an der Ecke Goethestrasse/Seltersweg entwickelt. Unzählige Gespräche. Unzählige Gesprächspartner. Und mindestens so viele Hürden und Barrieren, die zu überwinden waren. Und wenn keiner an eine Verwirklichung zu wagen glaubte: stellvertretend für die Familie wusste Christa Becker immer, dass es ein besonderes 2015 geben wird!

Der BID-Seltersweg ist die erste BID-Standortgemeinschaft in einem deutschen Flächenland. Sie dient der kontinuierlichen und zeitgemäßen Weiterentwicklung des Standorts und wird einzig von den Hauseigentümern dieser Gießener 1-A-Einkaufsstraße getragen.

Der BID-Seltersweg weiß daher um die Leidenschaft und die empfundene Verantwortung vieler seiner Mitglieder, die sie ihren Häusern zukommen lassen. Darauf sind wir stolz. So können Standorte werterhaltend funktionieren.

Als Zeichen unserer Freude und Anerkennung verleihen wir im letzten Jahr der 2. BID-Laufzeit den „BID-Seltersweg-Award“ für das langjährige und 2015 vollendete Projekt „Charlotte-Croon-Haus“.

Danke, liebe Familie Becker-Gumprecht, für den Mut, das Durchhaltevermögen und das Ergebnis: Vielen Dank für diesen liebevollen Mosaikstein im Gesamtbild eines florierenden Selterswegs!“

Der BID-Award ist der vierte, der seit Bestehen des Quartiers vergeben wird. Der Gießener Landtagsabgeordnete Klaus-Peter Möller erhielt ihn im vergangenen Jahrzehnt, weil er maßgeblich zur Verankerung des BID-Landesgesetztes im Jahr 2006 beigetragen hat.

Thomas Rausch, seinerzeit Stadtplanungsdezernent,  wurde für die Neugestaltung des unteren Selterswegs ausgezeichnet, bei der er kooperativ die Anregungen, Wünsche und Mitwirkungen des BIDs explizit in die Umsetzung hat einfließen lassen.

Der dritte BID-Seltersweg-Award ging an den Hauseigentümer Gustav Trinkhaus, der mit Liebe zum, Detail und einer klaren Linie in Bezug auf die Wertigkeit seiner Gewerbemieter, die in den Seltersweg passen sollten, das Haus Ecke Wolkengasse/Seltersweg aufwendig und neu gestaltet hat.

Die Auszeichnung an Familie Becker-Gumprecht übergeben Markus Pfeffer (Geschäftsführer des BID-Seltersweg) und Heinz-Jörg Ebert (Vorsitzender).

 

„Sternenfänger 2014“: Gustav Trinkhaus

für die liebevoll-detaillierte Neugestaltung des Trinkhaus-Hauses Seltersweg/Wolkengasse

Sternenfängerübergabe

Eine Gaststätte mit Schlachtfesten und den „besten Damenkapellen aus ganz Deutschland“, eine Metzgerei, Fremdenzimmer, eine Taxizentrale und später noch den ersten Aldi der Region, die Nordsee und Drogeriemärkte – das Haus im Seltersweg 50 hat schon einige interessante Mieter gehabt. Stets ganz nah dabei: Gustav Trinkhaus, der im ersten Stock des Hauses 1925 zur Welt kam und als Hausbesitzer viel für den Erhalt seines Geburtshauses getan hat. Bereits vor einem Jahr hat er mit viel Fingerspitzengefühl und Leidenschaft ein einzigartiges historisches Fassadenbild gestaltet. Die Außenansicht des neu entstandenen s.Oliver-Geschäftes zieren nun wieder die alten Fassadenornamente, die lange Jahre unter Putz und Schildern versteckt waren. Momentan wird die Fassade der ehemaligen Nordsee-Filiale an der Ecke wieder freigelegt, die historischen Rundbögen des von 1906 bis 1907 erbauten Hauses akribisch in den Originalzustand versetzt. Für dieses „Lebenswerk“ ist der freundliche Hausbesitzer, der momentan fast jeden Tag selbst auf der Baustelle vor Ort ist, mit dem Award „BID-Seltersweg-Sternenfänger“ ausgezeichnet worden. Als Dritter hat er nach zwei Politikern in der ersten BID-Laufzeit (Klaus Peter Möller für die Unterstützungsinitative zur Hessischen BID-Gesetzgebung und Thomas Rausch für die Sanierungs- und Gestaltungsmaßnahmen der Innenstadt) diese Auszeichnung erhalten. „Die Leidenschaft für alte Gründer-Bausubstanz und deren Heraushebung, Leidenschaft für die ästhetische Entwicklung des Selterswegs – über seinen eigenen Tellerrand hinaus“ dies waren die Beweggründe, die für die Verleihung des Preises eine große Rolle gespielt haben. „Sein immer präsentes Engagement für den Standort im Rahmen der BID-Arbeit zeichnen ihn aus“, so der Vorsitzende des BID Seltersweg, Heinz-Jörg Ebert, im Beisein von Markus Pfeffer, Geschäftsführer des BID Seltersweg. „Dies in „rüstigem Alter“ mit jugendlicher Power und steter Fröhlichkeit macht ihn für das BID Seltersweg zu einem Vorbild, dem wir mit großer Freude den Sternenfänger überreichen wollen.“

 

„Sternenfänger 2010“: Baudezernent Thomas Rausch

für umfassende und integrative Innenstadtsanierung u. –neugestaltung

 

„Sternenfänger 2009“: Landtagsabgeordneter Klaus-Peter Möller

für seine Gesetzesinitiative 2006: BIDs in Hessen – genannt INGE

Der BID-Seltersweg e.V. verleiht den ersten „Seltersweg Sternenfänger“ an Herrn Klaus-Peter Möller.
Der Giessener CDU-Stadtverbandsvorsitzende hat bereits in den Jahren 2005/2006 als Landtagsabgeordneter gegen manchen Widerstand im Hessischen Landtag die gesetzliche Grundlage für die BIDs in Hessen politisch eingefordert.
Sich in Gießen der parteiübergreifenden Unterstützung für die „Initiative von Zusammenschlüssen der Hauseigentümern eines definierten Distrikts zur Attraktivierung von Innenstadtstandorten“ sicher, hat er gegen Skeptiker anderer Landtags-Fraktionen und innerhalb der eigenen Partei mit Engagement die Gesetzesinitiative vorangetrieben. Für die Stadt Gießen hat er damit einen politischen Weg geebnet, der bereits nach kurzer Zeit innerhalb der ersten BID-Laufzeit, sichtbare Aufwertungen und Resonanzen mit sich bringt, die in einem engen Wettbewerb für Aufenthaltsqualität, Lebendigkeit und Hochwertigkeit des Standortes Seltersweg Sorge trägt.
Der in Hessen erfolgte Startschuß für das „INGE“-Gesetz wird bleibend mit der Stadt Gießen verbunden bleiben, in der sich das erste BID in einem deutschen Flächenland gründete, und die ersten vier zusammenhängenden BIDs in ganz Deutschland formieren konnten.
Dafür verleiht das BID-Seltersweg Herrn Klaus-Peter Möller den ersten „Sternenfänger“ des „Boulevard der Marken“.